Der Weg zu einem wasserresilienten Agroforstbetrieb: Diessens Broek

Angesichts des praxisorientierten und landwirtzentrierten Ansatzes von AFaktive umfasst die Zusammenarbeit mit den Projektbetrieben verschiedene Schritte, um ein wassereffizientes und landwirtschaftlich angepasstes Agroforstsystem zu entwickeln.

In der Regel bespricht das AFaktive-Team in einem ersten „Scoping-Meeting“ mit den LandwirtInnen die Eigenschaften des Betriebs und seine Wasseranfälligkeiten (z. B. erosions-, dürre- oder überschwemmungsgefährdete Felder). In einem sogenannten „Dreams and Choices Meeting“ bringen die LandwirtInnen ihre Wünsche für das künftige Agroforstsystem zum Ausdruck. Dabei geht es um die Minderung der zuvor identifizierten Wasserrisiken, aber auch um die Wertschöpfungsketten und damit um die Rentabilität des zu installierenden Agroforstsystems. Ein „Wassertreffen“ konzentriert sich auf das Agroforstsystem als Werkzeug für das Wassermanagement; dabei nehmen auch ggf. lokale (Wasser-)Behörden oder GemeindevertreterInnen teil. Denn Siedlungen in ländlichen Gebieten werden oft von den umgebenden landwirtschaftlichen Flächen und deren Landnutzungspraktiken beeinflusst, insbesondere was den Wasserhaushalt beispielsweise bei extremen Wetterereignissen betrifft.

Auf Grundlage der Gespräche mit den LandwirtInnen erstellt das AFaktive-Team einen sogenannten „Agroforst- und Wassermanagementplan“ (AWM-Plan). Für den niederländischen Betrieb Diessens Broek fand dieser Prozess im vergangenen Jahr statt. Im Dezember übergaben die AFaktive-Partner FSG und Waterschap de Dommel den fertigen AWM-Plan offiziell an die BetriebsleiterInnen Anouk und Lucien (siehe Foto).

Übergabe des AWM-Plans an die BetriebsleiterInnen © FSG

Während eines speziellen Wintertreffens besprach das Projektteam noch einmal den endgültigen Plan mit Anouk und Lucien, ging die bevorstehende Pflanzsaison durch und setzte die Planung für die Integration des Wassermanagements in den Betrieb fort. Denn dieser letzte Teil ist ein langfristiger Prozess, da er auch von externen Faktoren beeinflusst wird.

Um die Auswirkungen des Agroforstsystems auf den Wasserhaushalt des Betriebs zu messen, wurden letzte Woche Sensoren installiert (siehe Artikel). Folgen Sie uns, um von den Ergebnissen auf dem Betrieb Diessens Broek zu erfahren!

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