Das AFaktive-Projekt begann mit sechs Pilotbetrieben, deren Planung und Umsetzung mittlerweile weit fortgeschritten ist. Nun geht das Projekt bereits in die nächste Phase über: die Erweiterung („Expansion“) auf zwölf weitere Betriebe in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Interessierte landwirtschaftliche Betriebe sind herzlich eingeladen, sich mit einem der Projektpartner in Verbindung zu setzen, um zu erfahren, wie sie sich an dieser Phase beteiligen und Teil von AFaktive werden können.
Eine der ersten Landwirtschaftsbetriebe, die sich in dieser frühen Phase engagiert haben, ist Pomona, ein 2,7 Hektar großer SoLaWi-Betrieb (Solidarische Landwirtschaft) in Brakel in den flämischen Ardennen (Belgien). Der Betrieb Pomona konzentriert sich auf die regenerative, agroökologische Produktion von Gemüse, Obst und Eiern, mit der Möglichkeit, in Zukunft auch Fleischproduktion aufzunehmen. Der Betrieb ist bereits in mehrere Landnutzungskomponenten gegliedert: Wiese (0,6 ha), Acker (1,2 ha), Wald (0,2 ha) und Obstgarten (1 ha). Auf dem zentralen 1,2 Hektar großen Acker wird derzeit der Großteil des Gemüses für die SoLaWi-Produktion angebaut, unterstützt durch drei Gewächshäuser.

Gemeinsam mit den Projektpartnern ILVO und FSG begann die Betriebsleitung im Laufe des Jahres 2025 mit der Ausarbeitung eines integrierten Konzepts für Agroforstwirtschaft und Wassermanagement. Das Ergebnis war ein umfassender Agroforst- und Wassermanagement-Plan (AWM-Plan) für den gesamten Betrieb, der einen Überblick darüber vermittelt, wie Agroforstwirtschaft das Wassermanagement, die Produktion und die langfristige Widerstandsfähigkeit unterstützen kann.

Im vergangenen Winter fanden die ersten Baumpflanzungen statt. Der historische Obstgarten wurde wiederaufgebaut und mit hoch- und niedrigstämmigen Obstbäumen erweitert. Zwischen den Bäumen und an mehreren Stellen auf dem Ackerland wurden Sträucher gepflanzt (u. a. blaue Heckenkirsche, Heidelbeere, Kiwibeere und Feigen). Entlang des Gewächshauses wurde eine Hecke aus Silber-Ölweide gepflanzt, um das Erscheinungsbild zu verschönern. Die Baumpflanzungen werden im Winter 2026–2027 fortgesetzt, wenn Bäume und Sträucher nach dem Keyline-Prinzip auf dem Ackerland gepflanzt werden. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Monaten die Vorbereitungen für die Anlage einer Mulde getroffen. Der vorgesehene Standort wurde von einem Vermessungsingenieur abgesteckt. Der Bau der Mulde selbst wird im Herbst 2026 erfolgen.

