Das AFaktive-Projekt begann mit sechs Pilotbetrieben, deren Planung und Umsetzung mittlerweile weit fortgeschritten ist. Nun geht das Projekt bereits in die nächste Phase über: die Erweiterung („Expansion“) auf zwölf weitere Betriebe in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.
Obwohl diese Erweiterungsphase noch nicht offiziell begonnen hat, bleibt der Projektansatz flexibel und chancenorientiert. Wo eine starke Motivation seitens der LandwirtInnen besteht, können die Vorbereitungsarbeiten frühzeitig beginnen. Interessierte Betriebe können sich mit einem der Projektpartner in Verbindung setzen, um zu erfahren, wie sie Teil von AFaktive werden können.
Eine der ersten Landwirtschaftsbetriebe, die sich in dieser frühen Phase engagiert haben, ist Pomona, ein 2,7 Hektar großer SoLaWi-Betrieb (Solidarische Landwirtschaft) in Brakel in den flämischen Ardennen (Belgien). Zusammen mit den Projektpartnern ILVO und FSG begann die Betriebsleiterin im vergangenen Jahr mit der Planung eines Agroforstsystems.


Der Betrieb Pomona konzentriert sich auf die regenerative, agroökologische Produktion von Gemüse, Obst und Eiern, mit der Möglichkeit, in Zukunft auch Fleischproduktion aufzunehmen. Der Betrieb ist bereits in mehrere Landnutzungskomponenten gegliedert: Wiese (0,6 ha), Acker (1,2 ha), Wald (0,2 ha) und Obstgarten (1 ha). Auf dem zentralen 1,2 Hektar großen Acker wird derzeit der Großteil des Gemüses für die SoLaWi-Produktion angebaut, unterstützt durch drei Gewächshäuser.
Aufbauend auf dieser bestehenden Struktur haben die Partner einen umfassenden Agroforst- & Wassermanagement (AWM)-Plan für den gesamten Betrieb entwickelt, der einen „Blick aus der Vogelperspektive” darauf bietet, wie Agroforstwirtschaft das Wassermanagement, die Produktion und die langfristige Widerstandsfähigkeit unterstützen kann.
Der Plan steht nun kurz vor der Fertigstellung, und die ersten Pflanzarbeiten haben bereits begonnen – ein wichtiger Meilenstein für die Erweiterungsphase von AFaktive.
